Die Nacht auf dem Campingplatz verlief relativ ruhig und unspektakulär. Durch die Zeitumstellung sind wir heute morgen nicht so richtig gut in Schwung gekommen.
Wir haben in Ruhe gefrühstückt und gegen halb zwölf sind wir aufgebrochen. Heute sind es gerade mal 120km zu fahren, bis wir in Tromsø ankommen.
| Ausblick vom Camping Platz |
| Gerade Ebbe? |
Je höher wir kommen, desto mehr Schnee kommt vom Himmel. Eine Baustelle hält uns ein bisschen länger auf, aber gegen halb zwei erreichen wir die Stadt. Da wir in den letzten Tagen immer nur kleine Dörfer gesehen haben, die sich entlang der Straße am Fuße der Berge verteilt haben, wirkt Tromsø auf uns recht groß. Wir scheinen eine Rush hour erwischt zu haben, auf den Straßen ist zumindest gut etwas los.
Als erstes sticht einem die Brücke ins Auge, welche die beiden Stadtteile miteinander verbindet. Auf der ostlichen Seite steht die Eismeerkirche, bei der wir direkt mal anhalten, bevor es rüber gehen soll. Das Wetter hat sich binnen Minuten in einen kleinen Schneesturm verwandelt, keine zehn Minuten vorher konnten wir das andere Ufer noch sehen, jetzt ist es im dichten Nebel verschwunden. Die Kirche ist leider geschlossen. Zusätzlich finden an der Kirche Bauarbeiten statt, so dass wir auch nicht drum herum gehen konnten. Somit setzen wir auf die westliche Seite der Stadt über. Auf Grund des Wetters beschließen wir in ein Museum zu gehen und da das Polaria als Sehenswürdigkeit beschrieben wird, entscheiden wir uns kurzer Hand dieses zu erkunden.
Das Gebäude sieht von außen aus wie ein umgefallener Bücherstapel und beinhaltet eine Kombination aus Erlebnis-Museum und Aquarium. Wir sehen einen Film über Polarlichter und einen über die Flora und Fauna Nordnorwegens. Danach schauen wir den Pflegern beim füttern und trainieren der vier Seehunde zu und führen im Anschluss noch kurz ein Gespräch mit einem Pfleger, welcher von alleine auf uns zukam und sich erkundigte ob wir noch Fragen hätten. Es folgt eine Runde durch den Aquarienteil, ein wenig Lesen hier und da und dann durch den Museumsshop raus zum Auto.
Nächster Halt ist unser Hostel. Dieses befindet sich nicht so weit von uns entfernt. Allerdings gibt es auf der Brücke Stau und der Rückstau zieht sich quer durch die Innenstadt. Mit viel hin und her kommen wir am Hostel an und checken ein. Das Haus wird von einer sehr freundlichen Japanarin und ihrem Mann geführt und ihr freundlicher Hund hat mir erstmal quer über das Gesicht geleckt, als ich mir die Schuhe ausgezogen habe.
Nachdem wir unser Taschen ins Zimmer gebracht haben, stiefeln wir los um uns ein günstiges Restaurant für unser Abendessen zu suchen. Es wird die Pastafabrik, die uns ans Vapiano erinnert, nur dass hier die Gerichte das doppelte Kosten. Wir verzichten auf das Dessert und entscheiden uns stattdessen für einen Spaziergang. Wieder wechselt das Wetter vom Sonnenschein zu heftigem Wind und Schnee und so beenden wir recht zügig unseren Rundgang und kehren zum Hostel zurück.
| Blick vom Hafen auf die Brücke |
| Gebäude am Hafen von Tromsø |
| Ein Kreuzer passiert die Brücke |
| Eismeerkathedrale |
| Scandic (Schiffahrtsgesellschaft) |
| Kirche in der Altstadt von Tromsø |
Da es hier eine Waschmaschine gibt, nutzen wir die Chance ein paar unserer Klamotten zu waschen und uns einen ruhigen Abend zu gönnen.
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