Am Donnerstag Morgen sind wir nach einem herzhaften Frühstück sehr bald auf die Straße gestartet, weil wir Pamela noch zum Bahnhof auf ihren Weg zur Arbeit bringen wollten. So haben wir nun auch den morgendlichen Berufsverkehr von Pirita nach Tallinn einmal erlebt - hat aber noch alles geklappt!
Da wir noch eine gute Stunde Zeit zu überbrücken hatten, waren wir danach in Bahnhofsnähe einkaufen und haben uns im nächsten Reval Café ein letztes Heißgetränk gegönnt. Dann sind wir zeitig gestartet, um pünktlich zum Einchecken am Hafen zu sein.
Auf unserem ausgedruckten Ticket hieß es, dass die Fähre um 12 Uhr ablegt und man bis spätestens 90 Minuten vorher eingecheckt haben muss. Als wir um fünf vor zehn am Terminal waren, mussten wir feststellen, dass der Schalter erst um 10 Uhr öffnete. Motor aus. Warten. ... aber dann würde es sicherlich recht schnell gehen, oder?
Pustekuchen! :D
Nach dem Schalter und dem sich öffnenden Tor durften wir noch etwa 50m fahren und haben dann auf ein leeres Hafenbecken blicken können. Kein Schiff!
Nach und nach kamen neben und hinter uns noch ein paar weitere großformatige Gefährte zusammen und auch auf der Rampe, die wohl zum Schiff führen sollte, standen bereits ein paar Lieferwagen - aber vom Schiff war noch keine Spur zu sehen.
In der Kurzform: Eine halbe Stunde nach unserer Ankunft kam auch die Fähre im Hafen an. Das Anlegen selbst hat dann nochmal 10 Minuten gedauert. Dann ging es ans Entladen: LKW an LKW an LKW... bis dann die fünf Lieferwagen vor uns auf das Schiff fahren durften. Jetzt das Beladen: LKW an LKW an LKW. Wir haben nicht schlecht gestaunt, wie viele Sattelschlepper in den Rumpf dieses Bootes hineingepasst haben. Zwischendurch kam immer mal wieder einer der Lieferwagen zurück, was uns nur mehr darüber staunen ließ, wie viel Platz in diesem Teil wohl sei (auch nach 50 LKW war da drinnen noch Platz zum Wenden und wieder rausfahren?!?). Zu guter Letzt durften auch wir endlich auffahren. Nach uns kamen nur noch wenige Fahrzeuge (alle normalen PKW sind über eine separate Rampe direkt auf die nächst höhere Ebene gefahren) und dann wurde die Luke auch schon geschlossen.
Die Fahrt war mehr als ereignislos (oder weniger...?). Draußen lag alles in dichtem Nebel, drinnen tönte finnische Live-Musik. Nach etwa zwei Stunden gab es die Ansage, man möge bitte seine Fahrzeuge aufsuchen und bald schon konnten wir das Schiff wieder verlassen.
Erster Eindruck Helsinki: Hat Hamburger Charme. Zweiter Eindruck: Das könnte jetzt auch München sein hier.
Wesentlich hügeliger und auf jeden Fall größer, voller und teurer als Tallinn ist uns die Stadt am ersten Tag erschienen. Für ca. zweieinhalb Stunden sind wir durch das Design-Viertel geschlendert, vorbei an der Touristeninformation und am Hard Rock Café.
Mit Straßenkarten und Fahrkarten sind wir jetzt auf jeden Fall für die nächsten Tage gerüstet.
| Geschmückte Laterne am Esplanadi |
| Darstehender Künstler im Esplanadi |
| Kapelli Restaurant |
| Kapelli Restaurant |
| Ateneum Kunstmuseum |
| Bahnhofsplatz |
| Hauptbahnhof |
| Hauptbahnhof Eingang mit Statuen (heimliches Wahrzeichen der Stadt) |
| Gemogelte Fassade am Einkaufszentrum |
Am Abend sind wir bei Lauri und Floriin gelandet, zwei Geschwister aus der hiesigen Gemeinde. Da wir alle relativ erschöpft waren, haben wir außer ein paar Gesprächen und Gedankenaustausch zur weiteren Planung nichts mehr unternommen. Irgendwie war es dann doch ein anstrengender Tag.
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