Am Dienstag kamen Dominique und ihre Freundin Andrea uns besuchen. Sie blieben für fünf Nächte bei uns und wir sind unter der Woche, da Clemens noch arbeiten musste, zu dritt durch die Stadt gezogen.
Weil ich für Furniture Design am Dienstag kurz zu einem Abschluss treffen musste, sind die beiden für einen Moment alleine losgezogen. Nach nur einer halben Stunde war ich aus dem Treffen raus und um einen 20 Euro Gutschein von einem Buchgeschäft reicher. Sowas sollte einem mal in München passieren, das man für einen Kurs Geld zurück bekommt.
Dominique und Andrea sind derweil Richtung Rathausplatz unterwegs gewesen und ich bin dann mit ihnen zu dem ein oder anderen Aussichtspunkt gegangen, bis wir für gut ein oder zwei Stunden im Café Amore bei einem großen Stück Kuchen und einer Tasse Kakao im Gespräch versackt sind.
Am Mittwoch Morgen musste ich für den Töpferkurs ein weiteres Mal in die Uni, um die Salatschale zu glasieren. Somit starteten wir recht gemütlich mit einem Frühstück, während Clemens längst zur Arbeit war. Danach gingen die Beiden zum Seaplane Habour und ich zur Uni. Gegen Nachmittag haben wir uns dann wieder getroffen und sind gemeinsam zum einkaufen gegangen. Nachdem Clemens und ich Abends bei der Familygroup waren, haben wir die zwei im Restaurant Margo auf einen Cocktail getroffen.
| Dominique im U-Boot Lembit im Seaplane Habour |
Am Donnerstag stand für mich von der Uni her nichts auf dem Programm und für mich stand immer noch das Ausflugsziel Laheema Nationalpark auf der Liste, was wir uns zu dritt vorgenommen haben. Mit dem Bus sind wir raus aus Tallinn getuckert und nach etwas mehr als einer Stunde am Waldrand des Parks angekommen. Mit Kameras, Wasser und Fruchtgummi bewaffnet, sind wir losspaziert und haben die Zeit in der Sonne, mit dem seichten Wind sehr genossen.
Die Landschaft mit ihren Bäumen, Sümpfen, Tümpeln, Gräsern und einer merkwürdigen Algen-Pilz-Art war wirklich schön anzusehen und auf den Holzstegen umherzuwandern war einfach nur herrlich.
| Foto von Andrea |
| Aussichtsplattform im Sumpf |
Am Abend hatte unsere Studentengruppe einen italienischen Abend organisiert (wir hatten endlich unseren Pizza-Abend!!) und wir sind gemeinsam zum kochen und essen in die Jungs-WG gefahren. Obwohl meine Schwester sehr besorgt gewesen ist um ihr Englisch hat sie sich bestens geschlagen und wir durften ihr bei einer Partie Schach gegen Helle-Mai über die Schultergucken. Zwei Spieler und rund 7 Kommentatoren, Ratgeber und Zuschauer hatten sich am Ende um die beiden versammelt. Dominique hatte einen wirklich guten Einstieg und hat das Spiel für sich entschieden.
Freitag morgen musste ich zur Abschlusspräsentation vom Töpfern in die Uni. Das ganze zog sich länger als erwartet und so haben wir uns erst gegen Nachmittag auf den Weg zum Tallinner Zoo gemacht. Immer noch mit herrlichem Sonnenschein, welcher uns schon die ganze Woche über begleitet hatte, sind wir von Gehege zu Gehege gegangen.
Als Hannoveraner ist man einen ganz anderen Standard an Zoo gewöhnt, daher war es zeitweise schockierend, als wir die Umstände im Tallinner Zoo gesehen haben.
Andreas kleine Kompaktkamera hat mich an diesem Tag, dank ihres digitalen Zooms, richtig neidisch werden lassen. Meine Kamera konnte die Tiere nicht so nah vor die Linse bringen.
Hier mal ein paar Bilder von Andrea :)
Gegen Abend haben wir uns auf den Weg in die Altstadt gemacht und beim Restaurant Kompressor, eine Empfehlung von der italienischen Austauschstudentin Claudia, große und gut gefüllte Pfannkuchen gegessen. Auf Grund der Sprachbarriere entschieden sich Dominique und Andrea gegen den Spieleabend mit der Studentengruppe.
Clemens und ich haben uns alleine auf den Weg Richtung Pirita gemacht und dort im 15. Stock neben einem uns unbekannten Spiel (DiXit) einen wirklichen schönen Sonnenuntergang über den Dächern Tallinns gesehen.
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