Sonntag, 4. Juni 2017

Zwei Tage in Trondheim

Die Dusche am Morgen auf diesem Camping Platz ist recht abenteuerlich. 
Es gibt ein Häuschen mit sechs modernen Bädern. Sie sind ausgestattet mit Waschbecken, Toilette und Dusche, doch nur die Hälfte der sechs Bäder hat Duschkabinen, so dass bei den anderen Bädern, sobald jemand die Dusche verwendet, das Wasser auf den Flur fließt. Das Bad, welches ich verwende, ist eines mit Duschkabine, da ich nicht vorhabe den Raum und den Flur zu fluten. Erst als ich die Kabine schließe bemerke ich, dass eine der zwei Türen fehlt. Na toll, dann muss ich wohl doch aufpassen... Der Camping Platz an sich scheint gerade ein Baustelle zu sein, was aber nicht erklärt, warum die Bäder so schmutzig sind. Ich tapse mit meinen Badelatschen aus der Dusche und hoffe, dass ich sauber geworden bin und nicht schmutziger. Igitt, man gut das wir nur eine Nacht hier bleiben.

Nach dem Frühstück geht es nach Trondheim rein. Wir suchen uns einen Parkplatz und lösen ein Ticket. Danach steuern wir die Kathedrale an, halten aber auf dem Weg beim Kunstmuseum. Dort erfahren wir, dass wegen Pfingsten die Geschäfte heute früher schließen und wir versuchen sollten, noch vor vier Uhr Lebensmittel zu besorgen. 

Die nördlichste, gotische Kathedrale ist wirklich schön anzusehen. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte man begonnen die Fassade des im 11.-13. Jh. entstandenen Gotteshauses zu restaurieren. Innen sind natürlich keine Bilder erlaubt und auch hier werden wir darauf hingewiesen, dass in zehn Minuten der Eintritt frei ist, da es eine Orgelmeditation geben wird. Wir nutzen die Minuten um die Kathedrale zu umrunden und gehen dann in den Innenraum um der Organistin zu lauschen. 
Westportal des Doms zu Trondheim. Hier werden die norwegischen Krönungszeremonien abgehalten.







Danach geht es schnell zum Einkaufen und mit dem Einkauf zurück in den Bus, wo wir ein schnelles Mittagessen zu uns nehmen. Wir hatten bereits in Tallinn gehört, dass Norwegen das teuerste der drei skandinavischen Länder sein soll, trotz allem schockieren uns die Preise, die wir im Supermarkt sehen.

Nach dem Essen geht's weiter in die Innenstadt. Auf dem zentralen Marktplatz wird gerade Musik gespielt und gesungen. Norwegisch hört sich schon schön, wenn auch befremdlich an. Es geht weiter zur Frauenkirche, in der eine Armenküche zu sein scheint. Menschen sitzen dort bei Kaffee und Würfelspielen.
Frauenkirche, Trondheim.

Altarraum der Frauenkirche.

Es zieht uns weiter durch die Straßen und bis zum Hafen. Man sieht an der Stadtstruktur, dass Trondheim wieder etwas größer ist als die anderen Städte, die wir in den letzten Tagen besucht hatten. Angenehm wirkt auf uns, dass die Häuser nicht so viele Stockwerke haben und man nicht so erschlagen wird. Hier spazieren wir erst links und dann rechts weiter, so dass wir das Rockheim erreichen. Beide verspüren wir nur wenig Energie an diesem Tag, vllt liegt es am wolkenverhangenen Himmel?
Gebäude am Hafen, Trondheim.

Ein... Kunstwerk? Trondheim.

Freimaurer Loge

Zurück in der Innenstadt versuchen wir, ein geöffnetes Café zu finden und danach geht es wieder zurück zum Auto und zum nächsten Camping Platz, dieses Mal auf der anderen Seite der Stadt.

Der Abend gestaltet sich ruhig, mit einem Film und Vorlesen vertreiben wir uns die Zeit und nutzen den "Moment" (der dauert in diesen Breiten gerne mal ein paar Stunden) des Sonnenuntergangs ans Wasser zu gehen. Die Farben, die sich bei diesem Licht einfangen lassen, erinnern viel mehr an Herbst, als an den Frühling!

Ca. 22:00 Uhr.












Auch am nächsten Morgen lassen wir uns viel Zeit. Bevor wir den Platz verlassen, nehmen wir uns sogar nochmal die Zeit für zwei Runden Rummikub. Dann geht es zur Boulderhalle. Das erste Mal Sport seit über einer Woche und wir freuen uns beide sehr darauf. Die Halle hat sich tatsächlich gelohnt, viele Boulderrouten in einem weiten Raum verteilt, Slacklines und Trainingswände - wirklich eine Halle nach unserem Geschmack.

Gegen vier starten wir aus Trondheim und fahren noch zwei Stunden weiter zum nächsten Camping Platz in der Nähe von dem Berg Snohetta, bei der es vom gleichnamigen Architekturbüro eine Berghütte gibt, die wir morgen besichtigen wollen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen