Freitag, 16. Juni 2017

Göteborg bei Platzregen

Bereits in der Nacht hatte es begonnen zu regnen und gegen fünf hat mich das Prasseln des Niederschlags, auf unserem Busdach, aufgeweckt. Etwas verträumt fiel mir ein, dass die Fußmatte noch draußen lag, und so öffnete ich die Tür und schob sie unter den Bus, während ein paar Tropfen auf meinen Rücken fielen. Als wir gegen sieben aufgestanden sind, war die Fußmatte alles andere als trocken. Ich hatte nicht bedacht, dass das Gelände des Camping Platz abfällt und dass das Wasser evtl aus der kleinen Grünfläche rauslaufen und weiter die Straße hinuter wollen könnte. Als ich die Fußmatte anhob, lief über mehrere Sekunden Wasser aus ihr raus. Nun gut, dann sollte sie halt über den Tag an unserem Fahrradhalter trocknen, während wir die Stadt besichtigen.

Nach einem günstigen Frühstück, welches auch für Camping Gäste im Bed & Breakfast angeboten wurde, sind wir mit der Tram in die Innenstadt gefahren. Trotz vieler Versuche, wollte uns der Ticketautomat in der Tram keine Fahrscheine geben. Irgendwie mochte er unsere Kreditkarten nicht. Somit sind wir einmal kostenlos in die Innenstadt gekommen. 

Hier sind wir direkt am Hafen bei der Oper ausgestiegen und haben uns zurück in die Innenstadt bewegt. Vorbei an Kontorhäusern, ging es in eine deutsche Kirche, danach in das nächste große Kaufhaus, um sich bei der Touristinfo nach Fahrkarten für die Öffis zu erkundigen. 

Haupteingang der Oper


Statue am Jussi Björlings Plats


Hamburger Charme in Göteborg


Von da an ging es weiter in die belebte Altstadt. Vorbei an Geschäften und grünen Wänden und einem Straßenkünstler, bei dem wir für einen Moment Halt machten, um ihm beim liebevollen Gestalten des Hundes zuzusehen. 
Kronhuset in Mitten eines Handwerkviertels


Einkaufsmeile Fredsgatan
Grüne Wand in der Innensteadt bei Fredsgatan

Straßenkünstler beim ausarbeiten der Hundepfoten


Wir zogen weiter in Richtung Markthalle, weil uns langsam der Hunger packte, wurden dort aber nicht fündig. Der Regen kam mit einem Mal Literweise vom Himmel und wir retteten uns für einen Moment ins nächste Geschäft, bevor wir in die Rumpan Bar einkehrten und die Mittagsangebote durchstöberten. 
Wandgemälde.




Markthalle von Innen
Nach rund einer Stunde brachen wir wieder auf und sobald wir auf die Straße kamen, gab es den nächsten großen Schauer und wir retteten uns, trotz Schirm, unter das nächste Vordach. Das Gebäude stellte sich als Universität heraus und wir beschlossen einfach mal ein bisschen die Räumlichkeiten zu erkunden. 

Es ging weiter Richtung Fischmarkt und am Wasser entlang, bis wir eine Brücke fanden, um das gegenüberliegende Ufer zu erreichen. Hier suchten wir uns eine Tramhaltestelle und machten uns noch auf den Weg zum Hard Rock. Es war bereits kurz vor fünf und wir wollte noch ein wenig Strecke zurücklegen zwischen Göteborg und Stockholm, damit wir am nächsten Tag nicht zu spät in der Landeshauptstadt Schwedens ankommen würden.
Fischmarkt Haupteingang

Ausblick genießen

Fischmarkt vom anderen Ufer

Im Hintergrund kündigt sich bereits weider Regen an
Während der Fahrt sind wir in Gespräche vertieft und nur durch Zufall bemerkte ich aus dem Augenwinkel eine Kirche mit einem etwas anderen Glockturm. Nach kurzem Überlegen haben wir die nächste Abfahrt genommen und sind zurückgekehrt. Der Anblick der Kapelle hat sich wirklich gelohnt.
Irgendwo im Nirgendwo



Gegen 21 Uhr fanden wir uns auf einem Camping Platz in Mariestad ein und bekamen eine Fläche zugeteil, welche direkt neben zwei weiteren deutschen Wohnmobilen lag. Man ist irgendwie nie alleine ^^

Müde und kaputt vom Tag fielen wir relativ früh ins Bett und innerlich freuten wir uns schon auf den Samstag in Stockholm und das Wiedersehen mit den Geschwistern, die wir auf der Tallinn Campus Conference im April kennen gelernt hatten.

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