Sonntag, 23. Oktober 2016

Der Herbst schreitet voran...

In den letzten drei Wochen habe ich, neben der vielen Arbeit für die Uni, nicht so viel erlebt. Daher gibt es dieses Mal einen kleinen Eintrag für die letzten Tage.

Das Semester ist weiter fortgeschritten und in rund acht Wochen werden wir wohl schon unsere Endpräsentationen halten.
Für mich bedeutete dies in den letzten Tagen viele Präsentationen für beide Studios vorzubereiten und dabei möglichst viel zwischen sämtlichen Programmen meines Laptops hin und her zu springen. Der arme Kerl war zwischendurch ziemlich am Ende und ich immer mal wieder am Fluchen, wenn er wieder mal eine Pause einlegen wollte ohne mir vorher bescheid zu geben.
Nach wie vor finde ich Urban Planning und Urban Design recht interessant und langsam, sehr langsam bekomme ich ein Gefühl für die Fächer. AutoCAD habe ich tatsächlich bisher nicht benutzen müssen. Schon ein komisches Gefühl, da dieses Programm bei uns in München ein ständiger Begleiter war. Dafür darf ich mich hier in den Adobe Programmen üben und siehe da, es macht tatsächlich Spaß ^^
Im Studio 3 habe ich in Ruth eine wirklich tolle Ansprechpartnerin gefunden. Raumplanung und Urban Planning sind ihr Gebiet und sie antwortet mir tatsächlich auf jede meiner Fragen mit viel Geduld. Auch von Kaie, unserer Kursleiterin, bin ich begeistert. Zwar war sie gerade für zweieinhalb Wochen im Urlaub, doch auch von dort schaffte sie es per Mail im Kontakt zu bleiben und uns Mut zu machen in unseren Arbeiten voran zu gehen.
Ich befasse mich hier tatsächlich weiter mit dem Nahverkehr Tallinns und wie man mit Bike Sharing arbeiten könnte, so wie es die MVG in München macht. Da wir uns selbst unsere Probleme und Lösungen suchen müssen, soll mein Ziel sein einen lokalen Hub zu entwerfen. Also eine Art kombinierte Station für Busse, Fahrparkplatz, Carsharing und so weiter. Im Vergleich zu München, habe ich bei diesen Projekten das Gefühl vorwärts zu kommen und nicht jede Woche von vorn anfangen zu müssen.
Die Gruppenarbeit in Studio 7 scheint langsam auf dem Weg der Besserung zu sein. Mit Margaux klappt das Zusammenarbeiten nach wie vor wunderbar und auch Jaanika scheint langsam aber sicher den Ernst der Lage zu erkennen. Nur bei Jüri weiß ich noch nicht, woran wir sind. In der Besprechung in dieser Woche hat der Professor durchblicken lassen, dass er noch nicht so recht zufrieden mit uns ist. Darüber bin ich ziemlich froh, denn ich bin es auch nicht. Da das Studio 3 aber in der nächsten Woche in Rotterdam ist, um unsere Midterm-Präsentation (englisch klingt es irgendwie besser, Halbzeit wäre wohl die richtige Übersetzung) zu halten, bin ich erstmal für eine Woche raus aus der Nummer und hoffe, dass sie etwas zu Stande bringen, bei dem ich dann wieder einsteigen kann.

Trotz des Unistresses habe ich versucht zu unseren Treffen mit der Studentengruppe zu gehen, was mir meistens auch gelungen ist. Bis auf den Freitag vor zwei Wochen, an dem ich abends einen Film ansehen musste. Ja musste! Für die Uni! Architekten halt -.- Urban Tides lautet der Titel und es ging um ein städtebauliches Projekt in Amsterdam, was tatsächlich sehr spannend war. Vielleicht findet sich bei unserem Trip nach Rotterdam die Zeit am freien Mittwoch Amsterdam zu besuchen und einmal auf dem Gebiet aus dem Film vorbei zu schauen.
Zur Zeit genieße ich es sehr mir bewusst Auszeit von der Uni zu nehmen. Manches Mal fällt die Entscheidung nicht so leicht einfach die Arbeit liegen zu lassen um dafür Zeit mit den Freunden aus der Gemeinde zu verbringen oder mir einfach mal eine kleine Auszeit für mich alleine zu gönnen. Doch bisher hat es immer irgendwie gepasst und ich war froh, wenn ich mich mal gegen die Uni entschieden habe.

Kaum zu fassen wie schnell die Zeit verfliegt und die Jahreszeit voran schreitet. Woche sechs, sieben und acht sind nun schon vorbei und wenn ich darüber nachdenke in etwas mehr als sieben Monaten Tallinn zu verlassen, dann hoffe ich sehr das ich hier das Bestmögliche aus unserer Zeit machen kann.
Vor eineinhalb Wochen haben Clemens und ich spontan ein Spaziergang unternommen, um mal wieder einen neuen Teil Tallinns kennen zu lernen. Hier wollen wir mit dem Studio 7 das restliche Semester dran arbeiten.

Dazu ein paar Impressionen :)








Langsam kommen hier die Minusgrade durch, Nachts geht es unter Null und Morgens, wenn man das Haus verlässt, sieht man auf dem Grün den Tau liegen und in dieser Woche waren sogar schon die ersten Pfützen eingefroren. Der Winter kommt unaufhaltsam auf uns zu...

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