"Hey Clemens, was meinst du, wollen wir ein Cornbread auf die Fahrt mitnehmen? So als Snack für uns und die anderen?" Gesagt, getan. Mit Cornbread, Bananen, Schokolade, Würstchen, Senf und Ketchup im Schlepptau haben wir in der Innenstadt Helle-Mai und Erik aufgegabelt und sind dann weiter zur Jungs-WG gefahren.
Der graue Himmel wirkte nicht übermäßig einladend, aber immerhin war kein Regen in Sicht und die Vorfreude auf den Ausflug zum Rummu See stieg an.
Der graue Himmel wirkte nicht übermäßig einladend, aber immerhin war kein Regen in Sicht und die Vorfreude auf den Ausflug zum Rummu See stieg an.
Ich hatte bereits Bilder auf der Facebook Seite von Margaux gesehen und mich gefragt, wo dieser merkwürdige Ort liegt, an dem Bauruinen mitten im Wasser liegen, die im Sommer von Leuten zum Absprung ins kühle Nass genutzt werden, und an dem man im Winter zum Eislaufen gehen kann.
Da dies einer der wenigen freien Samstage bis zu unserer Abreise im Mai ist, habe ich mir gedacht, dass wir einfach spontan einen Ausflug dorthin machen und neben Clemens und mir haben sich dann noch sechs weitere Personen gefunden, die den Ort noch nicht kannten und uns begleiten wollten.
Um kurz vor zehn fuhren wir in Kolonne (gut, es waren eigentlich nur zwei Autos) in südwestlicher Richtung aus der Stadt und nach 'ner guten Stunde konnten wir bereits den See und das an ihm angrenzende Gefängnis ausmachen. Es reihte sich ein Zaun an den nächsten und wo dann doch mal eine Einfahrt auftauchte, war sie durch Barken abgesperrt.
Dank Google konnten wir einen Weg richtung See finden, der uns von der befestigten Straße direkt auf eine Buckelpiste mit zugefrorenen Riesenpfützen lenkte. Taimar beschloss, dass sein Auto zu niedrig am Boden läge, ich hingegen habe unseren Bus einfach rauf und runter, links und rechts über den Weg manövriert. Er hat eine etwas schlammige Unterbodenwäsche erhalten und ich glaube das wir das gute Stück vor der Abfahrt mal von außen putzen müssen.
Die Einstiegsstelle im steinernen Zaun, die bereits von einer Vielzahl Menschen benutzt wurde, hatten wir schnell gefunden und mit ein bisschen Hilfe, und immerhin nur einer zerissenen Hose, kam jeder von uns auf die andere Seite. Ob der See wohl noch gefroren ist?
Und wie er das war! Zwar wirkte die erste Schicht nahe am Ufer wenig Vertrauenswürdig und Cory und sein linker Fuß waren so nett uns zu demonstrieren wo wir besser nicht hintreten, aber nachdem Clemens wie ein Verrückter auf einer Stelle des Eises rumgesprungen ist, hat der ganze Trupp das Eis für sicher erklärt und ist drauf. Aber wo sind denn nun die Gebäude?
Und wie er das war! Zwar wirkte die erste Schicht nahe am Ufer wenig Vertrauenswürdig und Cory und sein linker Fuß waren so nett uns zu demonstrieren wo wir besser nicht hintreten, aber nachdem Clemens wie ein Verrückter auf einer Stelle des Eises rumgesprungen ist, hat der ganze Trupp das Eis für sicher erklärt und ist drauf. Aber wo sind denn nun die Gebäude?
Zurück über sandigen Boden, sind wir über einen kleinen Hügel und dort konnten wir die Bauruinen vorfinden.
Es war spannend über die Eisflächen zu gehen, hier und da ein Bauteil im Wasser, mal eine Säule, mal eine Mauer und dann ein ganzes Haus.
Ob man da wohl irgendwie rein,kann? Hmm, ob das Eis da drinnen auch trägt? Wer ist mutig genug als erstes dort hinein zu gehen?
Clemens hat sich als erster getraut und dann sind wir anderen Stück für Stück hinterher.
Es sind ein paar schöne Bilder entstanden - und ein paar witzige Erinnerungen :)
Nach etwas mehr als einer Stunde sind wir dann zum Bus zurück und unsere Freunde waren richtig glücklich über den Snack, den wir eingepackt hatten :)
Scherzend, essend und lachend haben wir uns gestärkt und dann wieder auf den Rückweg nach Tallinn gemacht. Das war ein wirklich schöner Tagesausflug.
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